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Zuger Kantonal Schwingfest: Kranzgewinn für Reto Gloggner

Am letzten Sonntag starteten 181 Schwinger am Zuger Kantonal Schwingfest in die Kranzfestsaison. Mit Christian Schuler aus Rothenthurm setzte sich einer der meistgenannten Favoriten durch. Für den Schwingklub Rottal konnten zwei Schwinger an den Start gehen.

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Gegen Christian Schuler war beim Innerschweizer Kranzfestauftakt kein Kraut gewachsen. Der Rothenthurmer Eidgenosse trotzte den kalten Temperaturen und dem Schneefall und düpierte die Konkurrenz mit sechs einwandfreien Siegen. Beim Anschwingen liess er dem zähen Obwaldner Melk Britschgi und dem Schwyzer Talent Ralf Schelbert keine Chance. Auch im dritten Gang im Eidgenossenduell gegen Bruno Nötzli kam er überzeugend zum Sieg und untermauerte seine Ambitionen auf den Tagessieg. Bruno Linggi im vierten, wie auch Überraschungsmann Dario Gwerder im fünften Gang hatten dem Kraftpaket ebenfalls nichts entgegenzusetzen und mussten jeweils nach kurzer Kampfdauer kapitulieren. Im Schlussgang bekam es Schuler mit Klubkollege Martin Grab zu tun. Obwohl Schuler ein Gestellter für den Tagessieg gereicht hätte, übernahm er auch gegen seinen Firmgötti sofort die Initiative. Nach zweieinhalb Minuten münzte Schuler seine Überlegenheit durch inneren Haken in einen Sieg um. Für ihn war es bereits der vierte Zuger Kantonalfestsieg in Serie und der insgesamt elfte Kranzfestsieg. Die 3000 angereisten Zuschauer zollten Schuler dementsprechend Respekt und feierten dessen tollen Auftritt. Mit der Schlussgangteilnahme bestätigte auch Martin Grab seine starke Frühform und scheint die Verletzungsprobleme der letzten Saison definitiv überwunden zu haben.

Reto Gloggner wird Fünfter
Einen Fehlstart musste Reto Gloggner verdauen. Er verlor seinen ersten Kampf gegen Bruno Linggi und war bereits mächtig unter Druck. Reto blieb allerdings ruhig und erkämpfte sich im zweiten Gang gegen Pirmin Föhn seinen ersten Sieg. Nach zwei weiteren gewonnenen Gängen gegen Guido Schürpf und Andreas Gwerder meldete er sich dann endgültig zurück. Mit einem Sieg im fünften Gang wäre für Reto sogar die Schlussgangqualifikation noch möglich gewesen. Diese Hoffnungen musste er allerdings nach der Niederlage gegen Guido Gwerder begraben. Der Frust war jedoch schnell verdaut, da er sich durch den Sieg gegen Daniel Grab im letzten Gang den begehrten Kranz sichern konnte. Neben diesem Tageserfolg bedeutet dieser Kranz auch der erste Schritt zur Qualifikation für das Eidgenössische Schwingfest in Estavayer.

Weniger gut lief es dem zweiten Rottaler, Armin Muff. Nach vier Gängen konnte er sich noch Chancen auf den Kranz ausrechnen, hatte jedoch das Einteilungsglück nicht auf seiner Seite. Im fünften Gang musste er die entscheidende Niederlage gegen Spitzenschwinger Mike Müllestein hinnehmen und konnte somit im letzten Kampf nicht mehr um das Eichenlaub kämpfen. Zum Abschluss bekam er es mit dem Eidgenossen Bruno Nötzli zu tun. Dieser Kampf endete gestellt und brachte Armin schlussendlich auf den 14. Rang. Mit etwas mehr Wettkampfglück wäre auch für ihn der Kranz möglich gewesen.

Jungschwinget Kerns
Auch die Jungschwinger vom Schwingklub Rottal waren am letzten Sonntag im Einsatz. Sie waren als Gastklub am Jungschwinget in Kerns eingeladen. Bei den Jahrgängen 2007-2008 erkämpfte sich Simon Amrhyn die Auszeichnung auf dem zehnten Rang. Simon konnte drei Siege und drei Niederlagen verbuchen. In der Kategorie 2005-2006 platzierte sich Simon Küng mit drei gewonnenen, zwei verlorenen und einem gestellten Gang ebenfalls im zehnten Rang, welcher ihm ebenfalls die Auszeichnung einbrachte. Eine Kategorie höher, Jahrgang 2003-2004, erreichten zwei Rottaler die Auszeichnung. Jonas Amrhyn wurde mit drei Siegen, zwei Niederlagen und einem Gestellten guter Neunter. Noch besser lief es Patrick Bättig. Er konnte sich gleich vier Siege gutschreiben lassen, stellte und verlor je einmal. Das bedeutete für ihn den ausgezeichneten dritten Schlussrang und somit ein absolutes Topergebnis.

Bei der ältesten Kategorie, Jahrgang 2001-2002, konnte der Schwingklub Rottal mit Dario Bucheli einen Schlussgangteilnehmer stellen. Dario verlor den Kampf um den Tagessieg, konnte sich jedoch durch fünf gewonnene Gänge mit dem tollen zweiten Platz trösten. In derselben Kategorie holte sich Christoph Amrhyn die Auszeichnung auf dem neunten Rang. Nach verpatztem Start konnte sich Christoph steigern und rundete die gute Rottaler Auszeichnungsbilanz ab.