Am letzten Sonntag fand nach zwei Jahren Unterbruch der geschichtsträchtige Allweg-Schwinget in Ennetmoos statt. Sven Schurtenberger holte sich dabei nach 2018 bereits zum zweiten Mal den Festsieg. Im Schlussgang bodigte er den Schwyzer Dario Gwerder. Simon Küng sicherte sich derweil am Samstag beim Nachwuchsschwinget in Marbach die Auszeichnung.
Vor 2’300 Zuschauern traten am vergangenen Sonntag 120 Schwinger in Ennetmoos beim Allweg-Schwinget zum Wettkampf an. Zu den Topfavoriten auf den Festsieg gehörten allen voran die fünf angetretenen Eidgenossen Sven Schurtenberger, Mike Müllestein, Marcel Bieri, Joel Ambühl und Jonas Burch. Während die Eidgenossen-Duelle Müllestein gegen Burch und Bieri gegen Ambühl im ersten Gang gestellt endeten, konnte der Rottaler Eidgenosse Sven Schurtenberger mit einem Sieg gegen den unbequemen Teilverbandskranzer Stefan Arnold sich einen leichten Vorteil verschaffen.
Nach dem Gestellten gegen den starken Ueli Rohrer verabschiedete sich der Wiggertaler Neu-Eidgenosse Joel Ambühl bereits nach dem dritten Gang aus dem Kampf um die Schlussgangqualifikation. Ähnliches Schicksal erfuhr auch der Obwaldner Neu-Eidgenosse Jonas Burch, welcher im dritten Gang gegen Dario Gwerder eine überraschende Niederlage einstecken musste. Burch musste in der Folge gar den Wettkampf aufgrund einer Handverletzung aufgeben.
Schurtenberger clever zum Sieg
Nach seinem Startsieg gegen Stefan Arnold konnte Sven Schurtenberger auch seinen zweiten Gang gegen Joel Kessler erfolgreich gestalten und sich die zweite Maximalnote gutschreiben lassen. Im dritten Gang folgte für den dreifachen Eidgenossen aus Buttisholz ein echter Härtetest. Ihm wurde der Schwyzer Eidgenosse Mike Müllestein zugeteilt. Im Wissen, dass Müllestein nach seinem Gestellten im ersten Gang mächtig unter Druck stand, ging Sven in diesem Kampf nicht das letzte Risiko ein und trotzte seinem Kontrahenten einen Gestellten ab.
Im vierten und fünften Gang sicherte sich Sven dank zwei souveränen Maximalnoten gegen Marcel Betschart und Marco Reichmuth die verdiente Schlussgangqualifikation. Trotz vier Siegen verpasste der Zuger Eidgenosse Marcel Bieri aufgrund fehlender Maximalnoten seinerseits den Einzug in den Schlussgang. So stand die Tür für den Aussenseiter Dario Gwerder offen. Dieser stellte die Weichen für den Schlussgang dank vier Siegen und einem Gestellten. Nach drei Minuten musste Gwerder die Stärke des Rottaler Favoriten Schurtenberger aber dann anerkennen und sich das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Für Sven war es nach 2018 bereits der zweite Sieg am prestigeträchtigen Anlass auf der Allweg-Kuppe.
Nachwuchsschwinget Marbach
Simon Küng rettete in Marbach die Ehre der Rottaler Nachwuchsschwinger. Als einziger Rottaler schaffte er es im starken Teilnehmerfeld verdient in die Auszeichnungsränge. In der Kategorie der Jahrgänge 2006-2007 klassierte sich Simon dank vier Siegen, einem Gestellten und einer Niederlage im starken vierten Schlussrang. Den angestrebten Kategoriensieg verpasste er leider aufgrund der Startniederlage im Favoritenduell gegen den späteren Sieger Kevin Waser.