Wohl die Wenigsten hätten am letzten Sonntagmorgen daran geglaubt, dass es am Schwarzsee-Schwinget zu einem Innerschweizer-Schlussgang kommen würde. Schon gar nicht, dass ein Luzerner das Bergfest gewinnen könnte.
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Die Schwinger aus dem Innerschweizer Teilverband mischten am Schwarzsee-Bergklassiker trotz starker Berner-Fraktion mächtig mit. Von Anfang an waren auf den Zwischenranglisten Innerschweizer Schwinger in den ersten Zwischenrängen zu finden. Aufgrund, dass man es im dritten oder spätestens vierten Gang etwas verpasst hat Direktpaarungen zu machen, musste dies dann im fünften Gang noch irgendwie vollzogen werden. So führten Direktduelle unter Eidgenossen im fünften Gang zu einem etwas komischen Verlauf des Ausstiches. Doch ein Schwinger drängte sich total verdient an die Spitze und qualifizierte sich für den Schlussgang. Die Rede ist vom jungen Sörenberger Schwingertalent Joel Wicki. Der erst 18-jährige Sennenschwinger besiegte bereits im Anschwingen einen Eidgenossen (Matthias Glarner) mit der Maximalnote. Es folgte ein weiterer Sieg, bevor er dem Schwingerkönig Kilian Wenger unterlag. Im vierten und fünften Gang machte Wicki mit zwei Siegen wieder Punkte gut und zog in den Schlussgang. Dort wartete mit Adrian Steinauer aus Willerzell der zweite Schlussgangteilnehmer. In einem reinen Innerschweizer Schlussgang bezwang der Entlebucher Joel Wicki den Schwyzer Adrian Steinauer nach 1:40 Minuten mit Kurz. Wicki feierte damit seinen 1. Kranzfestsieg, dies nachdem er am vorletzten Sonntag auf dem Stoos noch im Schlussgang scheiterte. Die Kranzverteilung sah am Abend wie folgt aus: Berner acht, Innerschweizer sieben und einer für die Romandie. Zudem bedeutete der Schwarzsee-Kranz für zwei Eidgenossen etwas ganz Besonderes. Thomas Zaugg und Christian Stucki konnten ihren 100-sten Kranz erzielen.
Eichenlaub für Sven Schurtenberger
Die fünf Luzerner Schwinger, welche in der Saison 2014 die besten Resultate erreichten, wurden für die Teilnahme am Schwarzsee-Schwinget selektioniert. Das Fünfer-Team bestand aus zwei Entlebuchern, zwei Rottalern und einem Wiggertaler. Namentlich waren dies Marco Fankhauser, Joel Wicki, Hansjörg Gloggner, Sven Schurtenberger und Werner Suppiger. Vier von ihnen konnten schlussendlich um den Kranz schwingen, zwei Athleten reüssierten als Kranzgewinner, respektive mit Joel Wicki sogar einer als Festsieger. Während Marco Fankhauser und Hansjörg Gloggner im letzten Gang verloren und damit den Kranzrang verpassten, gewann Sven Schurtenberger seine letzte Partie. Schurtenberger sicherte sich somit den Kranz im fünften Schlussrang. Seine Glanztat vollbrachte der Nottwiler im zweiten Gang als er keinen geringeren Athleten als Christian Stucki, platt ins Sägemehl bettete. Speziell zu erwähnen ist dabei, dass Stucki bis dahin seit zirka 13 Monaten keinen einzigen Gang verlor.
Bereits am vorletzten Sonntag konnte Schurtenberger auf dem Stoos Eichenlaub erzielen und nun folgte der zweite Bergkranz in dieser Saison. Bis jetzt ist es für ihn der dritte Kranzerfolg an einem Bergfest. Der 23-Jährige ist nun im Besitz von insgesamt 14 Kränzen.