Geschichte

Die vielen wilden, oft ausartenden Wirtschaftsschwinget waren Fritz Haupt, der sich 1912 in Ruswil angesiedelt hat, ein Dorn im Auge. Als Mitbegründer des Luzerner Kantonalen Schwingerverbandes versuchte er 1919, das Schwingen in geordnete Bahnen zu lenken. Zusammen mit zwei weiteren Mitinitianten Josef Bättig und Albert Krummenacher wurde 1919 im Säli des Gasthauses Lamm in Buholz / Ruswil der Schwinklub Rottal und Umgebung ins Leben gerufen, anfänglich noch Schwinklub Ruswil und Umgebung genannt. Zum Klubgebiet gehören heute die Gemeinden Ruswil, Buttisholz, Grosswangen, Geiss und Hellbühl. 1956 und 1982 wurden die Klubstatuten den neuen Verhältnissen angepasst. 1953 konnte dank viel Fronarbeit ein eigener Schwingkeller bezogen werden, der dann 1965 durch die heutige Schwinghalle im Bärenmattschulhaus abgelöst wurde.

Schwingfeste im Klubgebiet

Der Schwingklub Rottal und Umgebung durfte in den Jahren 1921, 1935, 1946, 1962, 1971, 1987, 1995 und 2005 in Ruswil und im Jahr 1953 in Grosswangen zum Luzerner Kantonalen Schwing- und Älplerfest einladen. 1954 und 1983 genossen die Innerschweizer Schwinger Gastrecht in der Rottaler Metropole Ruswil. Seit 1968 findet alljährlich der beliebte Rottal-Schwinget statt. Ab dem Jahre 1972 organisiert der Schwingklub Rottal und Umgebung auch für den Nachwuchs ein Schwingfest; von 1972 bis 1995 der Buebeschwinget in Sigigen, ab 1996 wurde der Rottaler-Nachwuchsschwinget ins Leben gerufen.

Erfolgreiche Aktive

Die vierziger und fünfziger Jahre waren für den Schwingklub Rottal eine sehr erfolgreiche Epoche. Neben Moritz Grüter, Jules Albisser, Siegfried Christen und etwas später Leo Egli, Albert Wolfisberg und Werner Hofer war Walter Haupt der damals erfolgreichste Schwinger unseres Klubs. Seine stolze Bilanz von drei Brünigsiegen (1946, 1947 und 1950), einem Innerschweizersieg 1942 und den beiden Kantonalfestisegen (Luzerner 1941 und Zuger 1948), sowie der Kranzgewinn am Eidgenössischen in Luzern 1948 blieben bis anhin unangetastet. Bis zum Jahr 1985 wurde es etwas ruhiger im Schwingklub Rottal. Am Kantonalen 1985 in Wolhusen gelang es dann dem grossgewachsenen Sennenschwinger Hansruedi Gloggner mit dem Festsieg der Durchbruch und läutete eine sehr erfolgreiche Epoche unserer Klubgeschichte ein. Ein Höhepunkt unserer Geschichte sind sicher die sieben Kränze an Eidgenössichen Schwingfesten in den Jahren 1989 bis 2001 durch Damian Egli (vier Kränze), Armin Bucheli (zwei Kränze) und Thomas Stöckli (1 Exemplar). 1995 und 1997 konnte sich Thomas Stöckli als Luzerner Kantonalfestsieger feiern lassen. Das gleiche gelang Damian Egli 1996 in Oberkirch. Auch an Bergfesten brillierten unsere Schwinger. Hansruedi Gloggner, Thomas Stöckli, Armin Bucheli und Damian Egli reihten sich mehrmals unter die Kranzgewinner. Allein Damian Egli erkämpfte sich 19 Exemplare an Bergfesten in seiner erfolgreichen Schwingerkarriere.