Fünf Kränze für den Schwingklub Rottal

Geschrieben von Schwingklub Rottal

Am vergangenen Wochenende feierte der Luzerner Kant. Schwingerverband sein 100. jähriges Bestehen. In Willisau wurde ihnen dafür ein sensationelles Fest auf die Beine gestellt. Die Rottaler kämpften stark, holten sich fünf Kränze und stellten mit Sven Schurtenberger gar einen Schlussgangteilnehmer. Überragender Sieger wurde der Zuger Pirmin Reichmuth.

Super Wetter, 8‘200 gut gelaunte Zuschauer und ein hervorragend organisierter Anlass bei der Sportanlage Schlossfeld fand man am letzten Sonntag in Willisau vor. Ideale Bedingungen für die teilnehmenden Schwinger, welche mit ihrer hervorragenden Schwingerarbeit ihren Teil zum grandiosen Schwingfest beitrugen.

Das Teilnehmerfeld war gespickt mit sehr starken Schwingern. Nebst den Luzerner Spitzenschwingern um Joel Wicki, Sven Schurtenberger, Philipp Gloggner und Erich Fankhauser waren auch Schwingerkönig Kilian Wenger, Zuger-Hoffnung Pirmin Reichmuth, Schwyzer Eidgenosse Christian Schuler und das Thurgauer-Kraftpaket Domenic Schneider am Start. Die verletzungsbedingte Absage des Ostschweizer-Shootingstar Samuel Giger ein paar Tage vor dem Fest forderte das Einteilungskampfgericht noch einmal, welche die Paarungen für den ersten Gang noch einmal anpassen musste.

Den besten Start erwischten Pirmin Reichmuth (Sieg gegen René Suppiger), Joel Wicki (Sieg gegen Domenic Schneider) und Sven Schurtenberger (Sieg gegen Kilian Wenger). Diese drei Schwinger drückten dann auch in der Folge dem Schwingfest ihren Stempel auf. Sie alle holten sich vor der Mittagspause drei souveräne Siege. Im vierten Gang entschied sich das Einteilungskampfgericht für die Spitzenpaarung Reichmuth-Wicki. Die beiden Mitfavoriten für das ESAF 2019 in Zug lieferten sich einen spektakulären Gang, welcher gestellt endete. Davon profitierte der Rottaler Eidgenosse Sven Schurtenberger, welcher seine Siegesserie vom Morgen fortsetzen konnte und mit fünf souveränen Siegen sich die Schlussgangqualifikation sicherte.

Wieder Reichmuth-Schurtenberger im Schlussgang

Sven Schurtenberger qualifizierte sich wie im vergangenen Jahr in Hohenrain wieder für den Schlussgang am Luzerner Kant. Schwingfest. Nach fünf einwandfreien Siegen gegen Kilian Wenger, Thomas Hurschler, Lukas Bernhard, Stefan Burkhalter und Remo Betschart lag er nach fünf Gängen mit 49.25 Punkten in Führung. Als seinen Schlussganggegner kristallisierte sich einmal mehr der Überflieger der Frühsaison, Pirmin Reichmuth, heraus. Vier Siege gegen René Suppiger, Urs Doppmann, Toni Kurmann und Werner Suppiger zierten sein Notenblatt. Aufgrund des gestellten Ganges gegen Joel Wicki hatte er einen halben Punkt Rückstand auf Sven. Knapp an der Schlussgangqualifikation vorbei schrammten Philipp Gloggner und Joel Wicki. Ihnen fehlte das berüchtigte „Vierteli“.

Das Schlussgangduell zwischen Schurtenberger und Reichmuth versprach ein offensiver Schlagabtausch zu werden. Die beiden Schwinger duellierten sich bereits im Urner-Schlussgang, wo Reichmuth die Oberhand behielt. Auch in Willisau behielt der Zuger das bessere Ende für sich. Bereits nach 58 Sekunden setzte der vielseitige Reichmuth zum siegbringenden Wyberhaken an. Für den sympathischen Reichmuth war es nach dem Urner- und Zuger-Sieg bereits der dritte Kranzfestsieg in diesem Jahr.

Sven, welcher das Luzerner Kant. Schwingfest bereits zweimal gewinnen konnte (2013 und 2016), konnte stolz auf seine starke Leistung  und den hervorragenden dritten Schlussrang sein. Mit seinen starken Resultaten in diesem Frühjahr wird an den kommenden grossen Festen und am ESAF 2019 mit ihm zu rechnen sein.

Starke Leistung der Gebrüder Gloggner

Philipp Gloggner sicherte sich eine Woche nach dem Ob- und Nidwaldner Kant. Schwingfest in Oberdorf seinen zweiten Saisonkranz. Im Anschwingen bekam es der Rottaler Eidgenosse mit dem Schwyzer Eidgenossen Christian Schuler zu tun. In diesem Gang zeigte Philipp, dass seine Formkurve kontinuierlich steigt. Er war dem Sieg sehr nahe, musste aber nach einem guten Gang einen Gestellten hinnehmen. In der Folge holte er sich dann aber souveräne Siege gegen Bruno Schürpf, Christoph Bernet, Adrian Steinauer und Jonas Brun. Nach fünf Gängen lag er somit in der Zwischenrangliste auf dem dritten Rang und verpasste die Schlussgangqualifikation denkbar knapp. Im Kampf um den Ehrenplatz bekam es Philipp dann mit dem starken Zuger Marcel Bieri zu tun. Philipp versuchte auch diesem Gang den Stempel aufzudrücken, schaffte es aber nicht die Verteidigung von Bieri zu durchbrechen. Am Ende resultierte ein Gestellter, welcher ihm mit einem Punktetotal von 57.25 den starken fünften Schlussrang einbrachte.

Reto Gloggner trat auch in Willisau den Heimweg kranzgekrönt an. Bereits am Zuger- und Urner Kant. Schwingfest wusste Reto zu überzeugen und sicherte sich auch dort die Kränze. Im Anschwingen bodigte er Stefan Heinzer ehe er sich im zweiten Gang Kilian Wenger geschlagen geben musste. Im dritten Gang wurde ihm der Schlussgangteilnehmer des Schwyzer Kantonalen, Joel Kessler, zugeteilt. Gegen ihn fand Reto das passende Rezept nicht und so resultierte eine Punkteteilung. Im Ausstich war er dann unter Druck. Es mussten unbedingt zwei Siege her. Dies gelang Reto souverän. Ueli Doppmann und Daniel Betschart hatten dem starken Kurzzüger nichts entgegenzusetzen und mussten sich jeweils nach kurzer Gangdauer das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Mit 57.00 Punkten klassierte sich Reto im kranzberechtigten sechsten Rang.

Auch Zürcher und Muff mit Kranz

Im gleichen Rang wie Reto Gloggner rangierte das grosse Talent Ueli Zürcher. Der junge Buttisholzer sicherte sich nach dem Urner Kant. Schwingfest bereits den zweiten Kranz der Karriere und deutete einmal mehr sein grosses Potenzial an. Ueli glückte in Willisau ein ausgezeichneter Start in den Wettkampf. Im ersten Gang besiegte er Simon Stadelmann ehe er im zweiten Gang überraschend Stefan Ettlin bezwingen konnte. Die Mittagspause versüsste sich Ueli mit einem weiteren souveränen Sieg gegen Patrick Zumstein. Im vierten und fünften Gang wurde er dann durch die Niederlagen gegen Remo Betschart und Joel Wicki etwas zurückgebunden. Die Chance auf das Eichenlaub blieb aber weiterhin intakt. Dazu war im sechsten Gang zwingend ein Sieg gegen Simon Achermann gefordert. Souverän löste Ueli diese Aufgabe und kam zu einem nie gefährdeten Sieg.

Der Reigen der Rottaler-Kranzgewinner schloss Routinier Armin Muff. Armin startete mit einer Maximalnote über Lukas Bürgler in den Wettkampf. Im zweiten Gang verlor er dann gegen den Thurgauer Gast Stefan Burkhalter. Im dritten Gang schaffte er sich mit einer weiteren Maximalnote gegen Remo Renggli eine gute Ausgangslage für den Nachmittag. Etwas überraschend setzte es dort einen Gestellten im Duell gegen Marc Lustenberger ab. Durch den Sieg gegen Bruno Schürpf im fünften Gang war die Ausgangslage vor dem letzten Kampf für Armin aber sehr gut. Auch wenn er dort gegen Lars Mehr nicht über einen Gestellten hinauskahm, reichte ihm das Punktetotal von 56.50 zum ersten Saisonkranz im achten Schlussrang.

Knapp am Kranz vorbei schrammten mit Roger Bürli, Adrian Widmer, Damian Stöckli, David Wüest und Roman Wandeler gleich fünf Rottaler. Roger verpasste die notwendige Maximalnote im sechsten Gang und blieb so einen Viertelpunkt hinter den Kranzrängen. Adrian verpasste den Kranzgewinn nach guter Ausgangslage durch den abschliessenden Gestellten gegen Christoph Bernet. Damian erwischte einen schlechten Start in den Wettkampf, drehte dann auf, nahm aber im fünften Gang den einen Gestellten zu viel hin. David Wüest verpasste im letzten Gang den Kranz durch die Niederlage gegen den Urner Andy Murer. Ein hartes Los hatte das grosse Talent Roman Wandeler. Ihm wurde Reto Fankhauser zugeteilt, gegen welchen er einen starken Gang.