Adrian Widmer im sechsten Rang

Geschrieben von Daniel Widmer

104 Schwinger nutzten in Hitzkirch die Gelegenheit beim Seetaler Schwinget um den Festsieg und die begehrten Auszeichnungen zu kämpfen. Die Rottaler eroberten sich dabei vier Auszeichnungen. Als überlegener Festsieger konnte sich der Surentaler Eidgenosse René Suppiger feiern lassen.

Trotz kühlen Temperaturen zeigten die Schwinger den 650 Zuschauern attraktiven Schwingsport. Die zwei Eidgenossen René Suppiger und Erich Fankhauser führten das Teilnehmerfeld an und galten als meistgenannte Favoriten auf den Tagessieg. Während Suppiger ausgezeichnet mit drei Siegen in den Wettkampf startete, setzte es für den Entlebucher Fankhauser im zweiten Gang eine überraschende Niederlage gegen den Zuger Marco Reichmuth ab. Reichmuth seinerseits wurde durch die Niederlage im vierten Gang gegen Suppiger dann ebenfalls etwas zurückgebunden. Mit diesem Sieg setzte sich der Surentaler Eidgenosse von der Konkurrenz ab und qualifizierte sich mit einer weiteren Maximalnote über Damian Egli im fünften Gang souverän für den Schlussgang. Erich Fankhauser verpasste die nach wie vor intakte Chance für die Schlussgangqualifikation durch ein Remis gegen den verteidigungsstarken Roman Zurfluh.

Alle erwarteten in der Folge ein Schlussgangduell zwischen René Suppiger und Erich’s Bruder, Marco Fankhauser. Dieser startete nämlich sensationell in den Wettkampf und konnte seine ersten vier Kontrahenten jeweils eindrucksvoll besiegen. Im alles entscheidenden fünften Gang zog er aber gegen den Berner Kranzschwinger Stefan Gäumann den Kürzeren und musste so seine Schlussgangträume begraben.

Suppiger-Gäumann im Schlussgang

Mit Überraschungsmann Stefan Gäumann qualifizierte sich so nebst dem Topfavoriten René Suppiger ein krasser Aussenseiter für den Schlussgang. Dort deutete nicht nur der Punktevorsprung von Suppiger auf einen Luzerner-Sieg hin. Bereits im zweiten Gang trafen die beiden Schwinger aufeinander, wo sich der Favorit deutlich durchsetzen konnte. Auch im Schlussgang fackelte der kräftige Sennenschwinger aus Sursee nicht lange und setzte bereits nach zehn Sekunden zum siegbringenden Kurz an. Für Suppiger bedeutete der Sieg in Hitzkirch sehr viel, schliesslich verpasste er die ganze vergangene Saison aufgrund von Rückenproblemen und feierte erst beim Surentaler Frühjahrsschwinget in Sursee mit dem zweiten Rang ein gelungenes Comeback.

Solide Leistung von Adrian Widmer

Erfreulich aus Rottaler-Sicht war vor allem der Auftritt des Kranzschwingers Adrian Widmer. Im Anschwingen bodigte der kräftige Sennenschwinger den defensiv eingestellten  Teilverbandskranzer Marco Lussi mit einem herrlichen Übersprung. Im zweiten Gang setzte es dann zwar eine unnötige Niederlage gegen Bruno Fink ab, was Adrian aber nicht aus dem Tritt brachte. In den Gängen drei bis fünf setzte er zu einer starken Aufholjagd an und besiegte der Reihe nach Ueli Doppmann, Kilian Bühler und Markus Galli. Mit 48.00 Punkten hatte er im sechsten Gang die Chance auf eine absolute Topklassierung. Vom Einteilungskampfgericht wurde ihm dann mit dem Teilverbandskranzer Roman Zurfluh ein zäher Gegner zugeteilt. In einem ausgeglichenen Kampf hatte Adrian eine Topmöglichkeit auf den Sieg, welche vom wendigen Turnerschwinger aber im letzten Moment vereitelt werden konnte. Zum Schluss resultierte ein Gestellter, was aber für den hervorragenden sechsten Rang reichte.

Drei weitere Rottaler mit Auszeichnung

Mit Ueli Zürcher, Robin Martin und Noah Staffelbach konnten sich weitere Aktivschwinger des Schwingklubs Rottal die begehrte Auszeichnung erkämpfen. Ueli schaffte es mit drei Siegen, zwei Niederlagen und einem Gestellten auf den zehnten Rang. Robin klassierte sich im 13. Rang, während der junge Noah Staffelbach sich gleich einen Rang dahinter im 14. Rang einreihen konnte.

Seetaler Nachwuchsschwinget

Jahrgänge 2004-2005: Im Schlussgang standen sich die beiden Berner Gästeschwinger Pascal Wüthrich (Signau) und Simon Lüthi (Grosshöchstetten) gegenüber. Wüthrich siegte und feierte mit 59.00 Punkten den verdienten Kategoriensieg.

Der Hellbühler Matthias Gloggner schaffte es in dieser Kategorie in die Zweigränge. Mit drei Siegen und drei Niederlagen belegte er den zwölften Rang.

Jahrgänge 2006-2007: In dieser Kategorie setzte sich Elias Lüscher (Schlierbach) eindrucksvoll durch. Mit sechs einwandfreien Siegen und einem Punktetotal von 59.75 liess er der Konkurrenz das Nachsehen. Im Schlussgang besiegte er Manuel Bieri (Entlebuch).

Für die jungen Rottaler resultierten zwei Auszeichnungen. Simon Küng wurde Neunter und Jonas Fuchs rangierte als Zehnter in den zweigberechtigten Rängen.

Jahrgänge 2008-2009: Der Oberseetaler Fabian Gerber zeigte bei seinem Heimfest eine souveräne Leistung. Im Schlussgang blieb er über Livian Küng (Beinwil AG) siegreich. 59.75 Punkten wies sein Notenblatt am Schluss auf.

Der Rottaler Matthias Felder aus Werthenstein schaffte es dank einer starken Leistung auf den sechsten Schlussrang. Ihm gelangen vier Siege und verlor lediglich zwei Gänge.

Jahrgänge 2010-2011: Bei den Jüngsten siegte einmal mehr Lauro Zenklusen (Schachen LU). Auch er holte sich sechs einwandfreie Siege. Im Schlussgang behielt er über Tim Schumacher (Hasle LU) die Oberhand.